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Pflegezeit nehmen: Darauf kommt es an!

Die Pflegezeit soll es Angehörigen ermöglichen, im Notfall oder für die ersten Monate die Pflege zu übernehmen, auch wenn sie eigentlich arbeiten. Diese Regelung gilt für Arbeitnehmer, egal ob sie in Voll- oder Teilzeit arbeiten oder sogar von zu Hause aus tätig sind und auch für Auszubildende. Die gesetzliche Möglichkeit zur Pflege soll verhindern, dass jemand seine Arbeit aufgeben muss oder gekündigt wird. Sie ist nur in begrenztem Rahmen finanziell abgesichert.

Ein wichtiger Unterschied liegt zwischen der Art der „Auszeit“ bei der Arbeit. Es gibt einerseits die akute Pflege in den ersten zehn Tagen beispielsweise nach einem Unfall oder dem Ausfall einer anderen Pflegeperson. Andererseits gibt es auch langfristige Pausen, sodass jemand für bis zu sechs Monate die Pflege übernehmen kann. Beide Varianten stellen wir hier vor und weisen auch auf mögliche Schwierigkeiten hin.

Notfallpflege: 10 Tage Pflegezeit

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Pflegezeit? Rufen Sie uns an unter 089 958 972 90

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Das Gesetz sieht eine Art „Notfallpflege“ vor, wenn ein Angehöriger verunglückt oder plötzlich pflegebedürftig wird – oder eine bisherige Pflege wegfällt. In den zehn Tagen soll beispielsweise die langfristige Pflege organisiert werden. Für diese Zeit gibt es die Möglichkeit, Pflegeunterstützungsgeld zu beantragen. Das muss unverzüglich nach Bekanntwerden der Situation bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen beantragt werden.

Das Pflegeunterstützungsgeld ersetzt den Verdienstauswall (zu einem Teil). Außerdem ist man während der zehn Tage weiterhin durch Kranken-, Pflege und Arbeitslosenversicherung abgesichert. Das unterscheidet die „Notfall“-Pflegezeit von der langfristigen Pflegezeit.

Sechs Monate Pflege

Wer einen Angehörigen für längere Zeit pflegen will, kann dafür bis zu sechs Monate von der Arbeit freigestellt werden. Der Sinn dahinter ist es, dass jemand, der nur kurzzeitig pflegebedürftig ist – zum Beispiel durch einen Unfall – in der Zeit von Angehörigen gepflegt werden kann. Das betrifft vor allem auch Kinder und Jugendliche. Weil mehrere Angehörige sich nacheinander jeweils sechs Monate Pflegezeit nehmen können, kann der Betroffene auch länger versorgt werden.

Eine wichtige erste Einschränkung, die sich dadurch ergibt: Arbeitnehmer haben keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Während der sechs Monate sind sie so auch nicht weiterhin kranken-, pflege- und arbeitslosenversichert. Als finanziellen Ausgleich kann man einen zinslosen Kredit aufnehmen. Der wird dann nach Wiederaufnahme der Arbeit in Raten ausgezahlt. Ein „Zubrot“ kann die zu pflegende Person von ihrem Pflegegeld bezahlen.

Voraussetzungen für die Pflegezeit

Nur „nahe Angehörige“ haben nach dem Gesetz einen Anspruch auf die Pflegezeit. Das sind:

  • Eltern und Großeltern
  • Ehe- und Lebenspartner (und Partner in einer ehe- oder lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaft)
  • Geschwister
  • Kinder und Enkel
  • Stiefeltern und -kinder
  • Schwiegereltern, Schwäger/innen, Schwiegerkinder

Außerdem haben Arbeitnehmer nur das Recht, langfristig auszufallen, wenn im Betrieb mehr als 15 Personen beschäftigt sind (einschließlich aller Teilzeitkräfte).

Außerdem muss ein Arbeitnehmer den Anspruch unverzüglich dem Arbeitgeber mitteilen – er kann sich also nicht im Nachhinein mit Verweis auf die Pflegezeit für sein Fehlen entschuldigen.

Ergänzungen zur eigenen Pflege

Eine weitere Einschränkung der Pflegezeit besteht darin, dass jeder Arbeitnehmer die sechs Monate nur einmal beantragen kann. Sie können auch nicht aufgeteilt werden. Wer sich einmal für einen Monat mit Bezug auf die Pflegezeit hat freistellen lassen, kann die übrigen fünf Monate nicht später in Anspruch nehmen.

Deswegen ist es wichtig, sich schon während der Pflegezeit um eine Anschlusspflege zu kümmern. Das können andere Angehörige sein, die ebenfalls eine berufliche Pause einlegen. Oder ein Pflegedienst. Der übernimmt alle Pflichten, wenn der Arbeitnehmer wieder in den Beruf zurückkehrt.

Ein Pflegedienst schon während der Pflegezeit

Der Angehörige, der in Pflegezeit ist, muss sich hauptsächlich der Pflege widmen. Das bedeutet aber nicht, dass er alles daran selbst bewältigen muss. Es ist zum Beispiel möglich, für einige Leistungen einen Pflegedienst zu beauftragen.

Das ist auch eine gute Idee gegen Ende der Pflegezeit. Bald übernimmt ein Pflegedienst alle Leistungen und es ist gut, wenn sich der Patient schon mal daran gewöhnen kann. Wenn Sie auf der Suche nach einem Pflegedienst sind, der Sie unterstützt oder die Pflege übernimmt, melden Sie sich gern bei uns. Per Mail info@aktiv-dahoam.de  oder telefonisch unter 089 958 972 90.

 

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Pflege von Angehörigen: 4 Dinge, auf die Sie achten müssen

Die Pflege von Angehörigen wird für viele Betroffene ganz langsam zum Thema, kommt aber für einige auch als überraschende Herausforderung. Man muss sich mit vielen Fragen beschäftigen, wenn man überlegt, Angehörige zu Hause selbst zu pflegen.

Ein erster wichtiger Punkt ist, dass man sich nicht zwischen den beiden Extremen „Alles selbst machen“ und „Pflegeheim“ entscheiden muss. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten dazwischen. Sie können sich bei der Pflege immer von einem Pflegedienst unterstützen lassen.

1. Pflege von Angehörigen ist zeitlich aufwändig

Die Pflege von Angehörigen nimmt viel Zeit in Anspruch. Das klingt wie eine Binsenweisheit, aber viele Leute unterschätzen diesen Punkt. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, dass ein Angehöriger Diabetis hat und jeden Tag mit Insulin versorgt werden muss. Zuerst muss der Blutzucker gemessen werden, dann wird die richtige Insulindosis ausgewählt und anschließend gespritzt. Dieser Vorgang dauert zwar nur ein paar Minuten, muss jedoch mehrmals täglich und ggf. auch nachts wiederholt werden. Das ist jedoch im Fall von Diabetis noch nicht alles: Neues Insulin muss bestellt, abgeholt und richtig aufbewahrt werden. Messgeräte und Messstreifen werden ausgetauscht. Die passende Dosis muss abgestimmt werden.

Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass diese vielen kleinen Erledigungen zusammengenommen viel Zeit in Anspruch nehmen. Viele Betroffene haben ein schlechtes Gewissen oder erfahren sogar von außen Vorwürfe, weil sie die Kleinigkeit nicht „mal eben“ erledigen. Es ist möglich, die Pflege von Angehörigen im Alltag einzubauen, aber es ist nicht immer leicht. Deswegen ist es auch keine Schande, wenn Sie Hilfe benötigen.

2. Pflege von Angehörigen ist oft körperlich anstrengend

Die Pflege einer pflegebedürftigen Person ist nicht immer leicht – im wahrsten Sinne des Wortes. Jemand, der Hilfe beim Duschen, Baden oder einfach Anziehen braucht, muss dafür oft gestützt werden. Das ist körperlich anspruchsvoll! Viele Krankenkassen bieten mittlerweile Kurse darin an, wie diese Aufgaben einfacher und weniger belastend durchgeführt werden können. Trotzdem kann es sein, dass Sie bestimmte Aufgaben körperlich nicht bewältigen können.

Achten Sie bei der Planung der Pflege darauf, dass Sie sich nicht zu viel zumuten. Sie können sehr viel schaffen – vor allem, wenn Sie sich informieren und Hilfe holen, wo Sie Hilfe brauchen. Planen Sie körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten für starke Helfer und zeitlich anspruchsvolle Aufgaben für jemanden mit viel Geduld und Zeit.

3. Pflege von Angehörigen kann viel kosten

Die Pflege von Angehörigen bringt viele Herausforderungen mit sich. Wir unterstützen Sie gerne: <strong>089 958 972 90</strong>

Die Pflege von Angehörigen bringt viele Herausforderungen mit sich. Wir unterstützen Sie gerne: 089 958 972 90

Wenn Sie einen Angehörigen pflegen, kommen mitunter hohe Kosten auf Sie zu. Sie müssen Materialien kaufen und nicht alles, was sie brauchen, gibt es auf Rezept in der Apotheke. Das kann für viele eine enorme finanzielle Belastung bedeuten. Noch größer wird das Problem, wenn durch die Pflege Arbeitszeit und damit Einkommen wegfällt.

Informieren Sie sich so früh wie möglich über Pflegegeld, Pflegestufen und die Leistung der Krankenkassen oder anderer Einrichtungen. Sie können dazu direkt beim behandelnden Arzt nachfragen, Ihre Krankenkasse anrufen oder Beratungsstellen befragen. Es gibt viele Möglichkeiten, die finanziellen Hilfen so aufzuteilen, das individuelle Pflege möglich wird. Beispielsweise kann man Pflegegeld mit der Beauftragung von Pflegediensten kombinieren.

4. Nicht allein mit der Pflege von Angehörigen sein

Die Pflege von Angehörigen fordert oft sehr viel von den Pflegenden – zeitlich, körperlich, psychisch und auch finanziell. Es ist möglich, sich Hilfe zu holen. Einerseits in Form von Beratung. Andererseits zum Beispiel durch einen Pflegedienst. Wir bieten unsere Pflegeleistungen auch als Ergänzung zur Pflege durch Angehörige an und beraten Sie gern zu Ihren Möglichkeiten.

Wenn Sie noch gar nicht wissen, was alles notwendig sein wird, beraten wir Sie zur Pflege. Wenn Sie die unterschiedlichen Aufgaben kennen, können Sie selbst überlegen, was davon Sie machen möchten und was nicht. Wir stimmen uns mit Ihnen ab, damit die Pflege bestmöglich für den Patienten ist und Sie als Angehöriger nicht überlastet sind.

Rufen Sie uns gerne an unter 089 958 972 90 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@aktiv-dahoam.de, damit wir in Ruhe über Ihr Anliegen sprechen können.

 

Bildquellennachweis: Robert Kneschke – fotolia.com

Hauskrankenpflege statt Krankenhaus

Die häusliche Krankenpflege oder Hauskrankenpflege wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, wenn sich dadurch ein Krankenhausaufenthalt verkürzen oder vermeiden lässt. Die Hauskrankenpflege wird durch geeignetes Pflegepersonal vorgenommen und unterscheidet sich dadurch von der Pflege, die zum Beispiel auch von Angehörigen durchgeführt werden kann.

Hauskrankenpflege wird wie erwähnt von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt und muss deswegen vorher von einem Arzt verordnet werden. Dieser stellt die Notwendigkeit der häuslichen Krankenpflege unter bestimmten Voraussetzungen fest – manchmal erst, nachdem der Patient den Wunsch nach dieser Möglichkeit geäußert hat.

1. Woraus besteht Hauskrankenpflege?

Ein Angehöriger benötigt Hauskrankenpflege? Rufen Sie uns an 089 958 972 90

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Hauskrankenpflege setzt sich aus mehreren Formen der Pflege zusammen. Zunächst gibt es Grundpflegeleistungen, bei denen ein Patient Hilfe beim Waschen und Anziehen bekommt oder speziell auch beim Duschen oder Baden. Außerdem kann er Hilfe beim Essen und Trinken erhalten oder auch bei Bewegung, die bei langer Bettlägerigkeit durch Unterstützung erfolgt. Der zweite Teil der persönlichen Pflege ist die Behandlungspflege, bei der es um medizinische Leistungen geht wie zum Beispiel die Medikamenteneinnahme oder Wundversorgung.

Ein zweiter großer Teil der Hauskrankenpflege ist die hauswirtschaftliche Versorgung der pflegebedürftigen Person – also so etwas wie Aufräumen, Kochen oder Einkaufen. Insbesondere für diese hauswirtschaftlichen Leistungen gilt die Voraussetzung, dass die Tätigkeiten nicht von der erkrankten Person oder einer anderen Person im Haushalt durchgeführt werden können.

2. Wer bekommt Hauskrankenpflege?

Die Voraussetzungen für Hauskrankenpflege setzen sich aus zwei Bereichen zusammen. Einerseits soll die Hauskrankenpflege dazu dienen,

  • einen Krankenhausaufenthalt zu vermeiden oder die Dauer zu reduzieren, indem eine vorzeitige Entlassung ermöglicht wird.
  • eine Krankenhausbehandlung zu ersetzen, wenn sie nicht möglich ist.
  • den Erfolg der ärztlichen Behandlung zu sichern.

Sie wird also beispielsweise als Faustregel grundsätzlich nicht gewährt, wenn auch keine ärztliche Behandlung notwendig wäre – oder mindestens ein Krankenhausaufenthalt mit Bettruhe.

Außerdem wird über einzelne Leistungen entscheiden. Sie müssen den oben genannten Bedingungen dienen. Bei allen Leistungen, vor allem den hauswirtschaftlichen, wird außerdem überprüft, ob diese auch vom Patienten selbst oder einem anderen Mitglied des Haushalts durchgeführt werden könnten.

Dabei wird niemand über sein Vermögen gefordert: Die schulpflichtigen Kinder einer alleinerziehenden Mutter müssen nicht plötzlich den Haushalt übernehmen.

3. Wie wird die Hauskrankenpflege bezahlt?

Die Hauskrankenpflege wird grundsätzlich von den Krankenkassen bezahlt. Es gibt allerdings in den meisten Fällen eine Zuzahlung der Betroffenen: Pro ärztlicher Verordnung, die meist einmalig in einigen Fällen aber auch vierteljährlich erteilt wird, muss man 10 Euro Zuzahlung berechnen. Außerdem werden für die ersten 28 Tage der Haushaltspflege in einem Kalenderjahr 10 Prozent der Kosten vom Patienten eingefordert – von den Krankenkassen. Wenn also beispielsweise ein Pflegedienst beauftragt wird, dann wird der von der Krankenkasse bezahlt. Die Zuzahlung durch den Patienten erfolgt vollständig direkt an die Krankenkasse und nie direkt an den Pflegedienst.

Eine Ausnahme gilt für Frauen, die die häusliche Krankenpflege wegen der Schwangerschaft oder nach der Entbindung benötigen. Gründe können zum Beispiel eine vorzeitig gelöste Placenta sein, durch die die Schwangere die Wohnung nicht verlassen kann und hauptsächlich liegt oder sitzt, um sich und das Kind nicht zu gefährden. In diesen Fällen wird von der Frau keine Zuzahlung verlangt, sondern die vollen Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

4. Wer bietet Hauskrankenpflege?

Prinzipiell wird häusliche Krankenpflege von Pflegediensten übernommen, die dafür ausgebildete Fachkräfte haben. Weil sich Krankenpflege von häuslicher Pflege unterscheiden kann, gilt das nicht für jeden Pflegedienst. Ein Pflegedienst muss mit den Krankenkassen einen Versorgungsvertrag geschlossen haben.

Dann kann er die Leistungen, die bei der Krankenpflege erbracht werden, auch direkt mit den Kassen abrechnen und sie ihnen in Rechnung stellen. Dieses Vorgehen bedeutet, dass Patienten nicht viel Aufwand damit haben sollen, einen möglichen Pflegedienst zu finden oder später diesen Pflegedienst zu bezahlen. Da die meisten Leistungen gesetzlich geregelt sind, ist auch der Bereich der Bezahlung bereits geregelt.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Pflegedienst sind, der kurz- oder langfristig die häusliche Krankenpflege übernehmen kann, kontaktieren Sie uns gern. Wir beraten und informieren Sie und besprechen mit Ihnen, welche Schritte Sie, Ihre Krankenkasse und wir jeweils noch übernehmen müssen. Rufen Sie uns einfach an unter 089 958 972 90 oder schreiben Sie eine E-Mail an info@aktiv-dahoam.de, wir antworten dann auf ihr persönliches Anliegen.

 

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Wie finde ich die passende Hilfe zur Pflege?

Viele Menschen wollen die Pflege eines Angehörigen am liebsten selbst übernehmen, aber fast jeder braucht dabei Hilfe zur Pflege. Nicht alle Pflegeleistungen kann jeder durchführen. Viele erfordern beispielsweise mehr Kraft oder einfach Übung und Wissen. Deswegen ergänzen die meisten Angehörigen die Pflege, die sie selbst leisten, durch externe Hilfe von einem Pflegedienst.

Welche Aufgaben übernimmt eine Hilfe zur Pflege?

Wenn Sie Hilfe zur Pflege bekommen möchten, wissen Sie wahrscheinlich selbst schon ungefähr, wobei Sie Hilfe brauchen. Aber machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie das am Anfang nicht klar aufschreiben können: Wenn Sie einen Pflegedienst beauftragen, besprechen Sie mit diesem vorab, welche Aufgaben erfüllt werden müssen, welche davon Angehörige oder ehrenamtliche Pfleger übernehmen können und welche durch den Pflegedienst erledigt werden sollen.

Hilfe zur Pflege

Sie benötigen Hilfe zur Pflege oder haben Fragen? Rufen Sie uns an unter 089 958 972 90

So entwickeln alle gemeinsam – der Patient, die Angehörigen oder ehrenamtlichen Pfleger und der Pflegedienst – einen Plan, damit die Pflege möglichst gut funktioniert. Gute Pflege bedeutet, dass der Patient umsorgt ist, der Pflegedienst seine Aufgaben kennt und alle ehrenamtlichen Pfleger mit ihren Aufgaben zurechtkommen.

Hilfe zur Pflege gibt es in unterschiedlichen Formen:

  • Sie kann darin bestehen, körperlich anspruchsvolle Aufgaben zu erledigen: Jemanden zur Dusche oder Wanne zu bringen, kann sehr schwierig sein.
  • Es kann auch sein, dass der Patient lieber von einer professionellen Pflegeperson geduscht oder gebadet wird, als zum Beispiel von seinen Kindern oder anderen nahestehenden Angehörigen.
  • Einige Aufgaben sind möglicherweise auch einem ehrenamtlichen Pflegern unangenehm. Viele Menschen können zum Beispiel kein Blut sehen oder haben Angst, eine Spritze (zum Beispiel mit Insulin) zu geben.
  • Die Übernahme von Pflegeleistungen kann auch zeitliche Gründe haben. Viele Familienangehörige pflegen neben ihrem Beruf und können deswegen beispielsweise aufwändige Pflegeaufgaben am Wochenende übernehmen, aber schaffen es nicht, jeden Tag morgens beim Patienten zu sein.
  • Zuletzt gibt es auch Aufgaben, für die man gut ausgebildet sein sollte, wie Wundversorgung.

Es ist keine Schande, wenn man Hilfe zur Pflege braucht oder möchte! Wenn jeder alle Aufgaben übernehmen könnte, wären wir bei einem guten Pflegedienst nicht so aufwendig ausgebildet worden!

Wann kann man Hilfe zur Pflege bezahlt bekommen?

Jemand, der als pflegebedürftig eingestuft wurde, bekommt Pflegegeld. Das kann an pflegende Angehörige zum Ausgleich für ihren Aufwand vergeben werden oder für einen Pflegedienst aufgewendet werden. Eine Pflegestufe bekommt jemand, wenn er durch eine Erkrankung – geistig oder körperlich – nicht mehr in der Lage ist, im Alltag alle Aufgaben allein zu bewältigen. Dazu gehören auch Aufgaben wie die Versorgung von Wunden. Jemand, der also fast alles im Alltag schafft, kann trotzdem Hilfe bei der Versorgung einer Verletzung bekommen.

Wenn Sie oder einer Ihrer Angehörigen Pflege benötigen, werden die notwendigen Leistungen von der Krankenkasse über das Pflegegeld, d.h. einem Pauschalbetrag je nach Pflegestufe, bezahlt. Sie können dazu Hilfe zur Pflege bekommen und selbst das meiste übernehmen oder die Pflege vollständig einem Pflegedienst überlassen. Welche Lösung für den Patienten und den Rest der Familie am Besten ist, ist individuell unterschiedlich.

Wie wählt man die beste Hilfe zur Pflege aus?

Es ist nicht ganz mühelos, die beste Hilfe zur Pflege zu finden. Manchmal muss man mit zwei oder drei Pflegediensten sprechen, bevor man einen Dienst findet, der verfügbar ist und sympathisch wirkt. Selbstverständlich kann man in einem ersten Telefongespräch nicht die Lebensgeschichte des Patienten besprechen, aber achten Sie darauf, ob man Ihnen grundsätzlich zuhört und auf alles Wichtige für die Pflege achtet.

Wenn Sie einen ersten Besprechungstermin vereinbaren, nehmen Sie sich dafür Zeit. Fragen Sie vorher nach, ob und wie dieser Termin abgerechnet wird und was Sie vorbereiten sollten. Achten Sie darauf, dass Patient, Angehörige und Pfleger gut miteinander auskommen.

Wir beraten Sie gerne zu Ihrer persönlichen Situation und unseren Möglichkeiten, Sie durch Hilfe zur Pflege zu unterstützen. Rufen Sie uns einfach an unter 089 958 972 90 und wir können gemeinsam besprechen, bei welchen Aufgaben Sie Hilfe benötigen und welche Sie allein erfüllen möchten. Sie finden auf unserer Homepage auch Informationen darüber, wie Sie die Hilfe zur Pflege finanzieren können. Oder Sie schreiben uns einfach eine E-Mail an info@aktiv-dahoam.de.

 

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Verhinderungspflege – Die 5 wichtigsten Fragen und Antworten

Verhinderungspflege ist immer dann ein relevantes Thema, wenn jemand eigentlich von einer Person gepflegt wird, die jedoch vorübergehend verhindert ist. Diese Verhinderung kann alle möglichen Gründe haben – das können private Notfälle, berufliche Einsätze oder auch einfach nur das Bedürfnis zur Entspannung sein. Wir erklären, worauf Sie achten müssen, um sich die Kosten für die Ersatzpflege erstatten lassen zu können.

1. Welche Gründe kommen für Verhinderungspflege in Frage?

Wenn jemand Verhinderungspflege erstattet bekommen möchte, muss er sich grundsätzlich keine Sorgen machen, dass die Gründe nachgewiesen werden müssen. Wenn Sie beispielsweise in den Urlaub fahren und sich deswegen nicht um jemanden kümmern können, den Sie normalerweise pflegen, reicht das als Grund vollkommen aus. Sie müssen den Urlaub nicht nachweisen oder im Voraus „beantragen“. Andere mögliche Gründe für die Inanspruchnahme der Verhinderungspflege sind zum Beispiel:

  • Berufliche Gründe – Wer neben der Pflege auch beruflich tätig ist, kann die Verhinderungspflege beantragen, wenn er zu einer Weiterbildung fährt, am Abend zu einer Betriebsfeier geht oder ähnliches.
  • Private Gründe – Das kann zum Beispiel ein Urlaub sein, aber auch Feierlichkeiten oder einfach Freizeit: Eine Hochzeit im Bekanntenkreis „zählt“ ebenso wie ein Theaterbesuch, ein Ausflug am Wochenende oder ähnliches. Sich manchmal zu entspannen ist nicht nur vollkommen in Ordnung, sondern auch wichtig, damit der oder die Pflegende selbst gesund bleibt!
  • Pflegebezogene Gründe – Wer einen Angehörigen pflegt, interessiert sich oft für Weiterbildung oder zum Beispiel Selbsthilfegruppen. Wer so ein Gruppentreffen besuchen möchte oder  einen Vortrag zum Thema Demenz anhören will, kann in der Zwischenzeit eine Verhinderungspflege einsetzen.

2. Wie beantragt man Verhinderungspflege?

Verhinderungspflege

Verhinderungspflege ist eine Leistung, die über Kostenerstattung mit der Pflegekasse abgerechnet wird. Das bedeutet, dass man zuerst beispielsweise den Pflegedienst bezahlt und dann die Rechnung bei der Pflegekasse einreicht. Diese erstattet den Betrag zurück.

Wenn die Pflege durch einen anderen Angehörigen (also keinen bezahlten Profi) übernommen wurde, erhält dieser einfach das Pflegegeld und eine etwaige Erstattung von Fahrtkosten. Pflegt beispielsweise normalerweise ein Sohn seine kranke Mutter, die nebenan wohnt, und übernimmt diese Aufgabe während seines Sommerurlaubs die Tochter, die im Nachbarort wohnt, bekommt sie dann das Pflegegeld entsprechend der Pflegestufe der Mutter und die Fahrtkosten für Hin- und Rückfahrt.

3. Welche Voraussetzungen gibt es für Verhinderungspflege?

Damit man Verhinderungspflege erstatten lassen kann, gibt es zwei wichtige Voraussetzungen:

  1. Die Person, deren Pflege vorrübergehend ausfällt, ist bisher eine ehrenamtlich pflegende Person – also unbezahlt, nicht von einem Pflegedienst. Pflegegeld gilt nicht als Bezahlung der Pflege.
  2. Die Pflege findet seit mindestens 6 Monaten statt.

Es ist für den ersten Punkt nicht entscheidend, dass die Person, deren Hilfe ausfällt, alleine für die Pflege zuständig ist. Sie sollte aber eine der Pflegepersonen sein, die der Pflegekasse bereits bekannt sind. Man kann sie dazu anmelden. Auch, wenn der Wegfall zum Beispiel „nur“ eine Nachbarin betrifft, die sonst einmal in der Woche vorbeikommt, um mit einem Demenzkranken gemeinsam fernzusehen oder spazieren zu gehen.

Für den zweiten Punkt ist nicht wichtig, ob die gepflegte Person seit über sechs Monaten schon eine Pflegestufe zugeordnet bekommen hat, sondern, ob die Pflege seit über sechs Monaten stattfindet.

4. Wer kann professionell die Verhinderungspflege übernehmen?

Verhinderungspflege kann grundsätzlich von jedem durchgeführt werden – damit die Kosten dafür erstattungsfähig sind, muss diese Person die Dienstleistung aber professionell durchführen.

Wenn beispielsweise eine Nachbarin sich bereit erklärt, die Pflege für die Zwischenzeit zu übernehmen, muss sie diese Tätigkeit selbst versichern und anmelden – sonst ist die Bezahlung dafür schlicht Schwarzarbeit, die die Pflegekasse nicht übernimmt.

Ein ambulanter Pflegedienst kann professionell helfen. Es gibt hier viele verschiedene Angebote und gerade, wenn es um einen häufiger stattfindenden Termin geht oder um eine längere Abwesenheit, sollten Sie die Verhinderungspflege sehr sorgfältig auswählen.

5. Wie kann Aktiv Dahoam bei der Verhinderungspflege helfen?

Wir unterstützen Sie gerne auch durch Verhinderungspflege. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns, um Ihre Situation zu schildern und zu erfahren, welchen Service wir Ihnen anbieten können. Unsere zuverlässigen Pflegepersonen haben Erfahrung mit der Verhinderungspflege und finden mit Ihnen gemeinsam die optimale Lösung für Ihre Bedürfnisse.

Sie erreichen uns unter ✆ 089/ 958 972 90

 

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Pflegegeld – Die 3 wichtigsten Fragen und Antworten

Pflegegeld kann man sich von der Pflegekasse auszahlen lassen, wenn man keine Sachleistungen in Anspruch nimmt. Viele Leute wissen aber nicht, dass man auch einen Teil des Pflegegelds bekommen kann, wenn man nur einen Teil der möglichen Sachleistungen in Anspruch nimmt. Damit kann man die Pflege durch einen Pflegedienst zum Beispiel sehr gut mit der Pflege durch Angehörige kombinieren.

Was ist Pflegegeld und wofür kann man es nutzen?

Man kann sich als Patient dafür entscheiden, statt der Sachleistungen – also zum Beispiel der Betreuung durch einen Pflegedienst – Pflegegeld ausgezahlt zu bekommen. Der Betrag ist niedriger als die Bezahlung für einen angestellten Pfleger, aber dafür kann der Patient frei darüber verfügen. Die Idee ist, dass man mit diesem Geld zum Beispiel pflegende Angehörige oder ehrenamtliche Helfer entlohnen kann. Abgesehen von der Anerkennung für die Zeit, die sie investieren, kann das Pflegegeld so auch faktische Ausgaben decken, zum Beispiel Fahrtkosten.

Voraussetzung ist, dass die Pflege in angemessenem Maße erfolgt. Dafür ist vorgeschrieben, dass regelmäßig eine pflegefachliche Beratung stattfindet. Dabei berät ein Experte dann die Angehörigen oder ehrenamtlich Pflegenden zur besten Pflege für den Patienten. Hier kann man Fragen stellen und sich dabei helfen lassen, den Aufwand für die Pflege richtig einzuschätzen. Es wird aber auch überprüft, ob es dem Patienten gut geht und er tatsächlich die Pflege bekommt, die er benötigt. Somit soll verhindert werden, dass ein Pflegebedürftiger verwahrlost oder ausgenutzt wird.

Wie wird die Höhe des Pflegegelds festgelegt?

Haben Sie Fragen zum Thema Pflegegeld? Rufen Sie uns an unter 089/ 958972 90

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Wenn jemand pflegebedürftig ist, wird der Schweregrad seiner Pflegebedürftigkeit in Pflegestufen von I bis III eingeordnet. Welcher Pflegestufe jemand zugeordnet wird, hängt davon ab, wie viele Tätigkeiten er noch ohne Unterstützung erledigen kann und welche Art von Pflege er genau benötigt. Je mehr Hilfe jemand braucht, desto höher seine Pflegestufe. Jemandem mit Pflegestufe I stehen zum Beispiel jeden Monat Sachleistungen im Wert von 468 Euro zu oder ein Pflegegeld in Höhe von 244 Euro. Das Pflegegeld ist höher für die anderen Pflegestufen: Bei Pflegestufe II bekommt man 458 Euro im Monat und bei Pflegestufe III 728 Euro. Wenn jemand zusätzlich zu körperlichen Beschwerden auch durch Demenz eingeschränkt ist, erhöhen sich diese Beträge.

Nach der Pflegestufe richtet sich auch, wie viel Geld jemand für Sachleistungen von der Pflegekasse bekommt, um zum Beispiel einen Pflegedienst zu bezahlen. Die Pflege durch den Pflegedienst – egal ob ambulant oder stationär – zählt als „Sachleistung“. Je nach Pflegestufe bekommt man unterschiedlich viel Geld für diese Sachleistungen: Bei Pflegestufe I bekommt man 468 Euro, bei Pflegestufe II 1144 Euro und bei Pflegestufe III 1612 Euro. Auch diese Beträge sind teilweise höher, wenn der Pflegebedürftige zusätzlich dement ist. Lesen Sie hier mehr zum Thema Pflegestufen.

Kann man Pflegegeld auch mit Sachleistungen kombinieren?

Es ist auch möglich, das Pflegegeld mit Sachleistungen zu kombinieren. Das bedeutet, dass man zum Beispiel einen Pflegedienst mit bestimmten Leistungen beauftragt, aber andere Aufgaben von Angehörige übernommen werden. Dadurch kann ein Pflegebedürftiger zu Hause bleiben und von seiner Familie gepflegt werden, auch wenn seine Angehörigen sich nicht jede Pflegeleistung zutrauen. In vielen Familien übernehmen Angehörige bestimmte Pflegeleistungen sowieso und haben nie daran gedacht, dass es dafür auch Pflegegeld geben kann.

Bei dieser Kombination werden Pflegegeld und Sachleistungen aufgeteilt. Als erstes wird bestimmt, wie viel jemand für die Sachleistungen, also zum Beispiel den Pflegedienst ausgeben möchte. Für einen Patienten der Pflegestufe II stehen beispielsweise 1 444 Euro für Sachleistungen zur Verfügung. Davon wendet er 1010,40 Euro pro Monat für einen Pflegedienst auf, also 70% des möglichen Betrags. Dann kann er noch 30% vom Pflegegeld bekommen: 140,40 Euro monatlich kann er an pflegende Angehörige weitergeben. Auch wenn man sich im familiären Umfeld nicht gegenseitig „bezahlen“ möchte, kann das zusätzliche Geld eine Entlastung für alle sein.

Wenn Sie überlegen, die eigene Pflege mit häuslicher Pflege durch einen Pflegedienst zu kombinieren, beraten wir Sie gern. Wir erklären Ihnen, welche Pflegeleistungen wir durchführen können und helfen Ihnen, gemeinsam mit freiwillig Pflegenden zu entscheiden, welche Kombination für Sie am besten geeignet ist. Sie können uns ganz einfach anrufen oder uns eine E-Mail schreiben an info@aktiv-dahoam.de oder rufen Sie an unter 089/ 958972 90.

Altenpflege zu Hause: 3 Dinge, an die Sie denken müssen

Altenpflege zu Hause ist machbar und schaffbar, wenn man einen guten Plan hat und sich vorbereitet. Man kann intensive Pflegeaufgaben nicht leicht nehmen, aber man kann sich vieles leichter machen. Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, damit Sie wissen, was Sie bedenken müssen.

1. Zeit für die Altenpflege zu Hause

Ein wichtiger Teil der Altenpflege – egal ob zu Hause oder woanders – ist immer Zeit. Viele Menschen, die über Pflege nachdenken, haben wichtige Bedenken – an Ausrüstung, an neues Wissen, an Fähigkeiten, an körperliche Anstrengung oder Geld – und vergessen darüber manchmal die Zeit, die notwendig ist, um einen Menschen so zu pflegen, dass er sich wohl fühlt und nicht wie ein Mühsal. Die typischen Aufgaben bei der Pflege wie Hilfe beim Essen, Anziehen oder Waschen benötigen immer „ein paar Minuten“. Es ist aber sehr wichtig, sich an den meisten Tagen mehr als ein paar Minuten für einen Patienten oder Angehörigen zu nehmen.

Altenpflege zu Hause

Haben Sie Fragen zur Altenpflege zu Hause? Wir beraten Sie gern unter ✆ 089/ 958 972 90

Möchten Sie selbst zu Hause einen lieben Menschen pflegen, planen Sie die Zeit großzügig für sich und Ihren Angehörigen ein: Auch wenn man schnell in fünf Minuten Essen könnte, ist es schöner, entspannter und auf lange Sicht weniger anstrengend für alle, wenn man stattdessen fünfzehn Minuten einplant. Noch besser ist es, wenn man auch gemeinsam isst und beim Essen miteinander spricht. Das kostet etwas mehr Zeit, ist aber tatsächlich meist weniger anstrengend.

Wer einen Pflegedienst beauftragt muss wissen, dass die meisten Pflegeleistungen nach einer Tabelle abgerechnet werden. In dieser Tabelle ist festgelegt, wie lange es zum Beispiel dauern sollte, jemanden anzuziehen oder einen Verband zu wechseln. Wenn ein Pflegedienst unter viel Zeitdruck arbeitet, wird manchmal gehetzt und die Patienten werden nur fix „abgefertigt“. Dabei können wir nur raten: Sollten Sie dieses Problem bemerken, sprechen Sie es an. Wenn sich nichts ändert, wechseln Sie den Pflegedienst.

2. Ausrüstung für die Altenpflege zu Hause

Bei vielen Pflegeaufgaben werden eine besondere Ausrüstung und Materialien für die Pflege benötigt. Bei einem Diabetiker gehören dazu zum Beispiel die Utensilien zum Bestimmen der Blutzuckerwerte und für das Verabreichen von Insulin. Also:

  • einerseits das Messgerät
  • mit einer Nadel oder einem Piekser,
  • den Batterien
  • und Messstäbchen,
  • und andererseits die Insulinspritze,
  • zu der ebenfalls eine Nadel gehört und
  • das Insulin natürlich.
  • Außerdem manchmal Wattebäusche,
  • Alkohol
  • und Pflaster.

Nicht jeder, der gepflegt werden muss, ist Diabetiker, aber jeder hat seine eigenen Bedürfnisse und Pflegeansprüche. Und wenn es nur ein Paar Einmalhandschuhe sind, die bereit liegen sollten: Die richtige Ausrüstung zur Hand zu haben, erleichtert die Pflege enorm.

Deswegen gehört zur Altenpflege zu Hause auch die Planung, um immer das passende Material bereit zu haben. Ein Pflegedienst bringt viel Ausrüstung mit, aber andere sollten beim Patienten bereit liegen. Wenn Sie mit einem Pflegedienst die Pflege zu Hause planen, erkundigen Sie sich, was bereit liegen sollte. Wenn Sie die Pflege größtenteils selbst übernehmen wollen, planen Sie ein, wann Sie Nachschub kaufen müssen. Nicht alles ist in Apotheken immer vorrätig und Sie vermeiden Stress, wenn Sie beispielsweise Messstäbchen nachkaufen, obwohl das Paket noch für eine Woche reichen würde.

3. Wissen zur Altenpflege zu Hause

Natürlich gehört zur Altenpflege auch viel Wissen. Wer die Pflege zu Hause plant, kann darüber noch nicht alles wissen. Ärzte helfen natürlich bei der Orientierung, weil sie sagen können, was notwendig ist. Wie genau man diese Ratschläge und Notwendigkeiten in die Praxis umsetzt, muss jeder aber erst einmal selbst heraus finden.

Wenn Sie überlegen, einen Pflegedienst mit der Altenpflege zu Hause zu beauftragen oder Sie sich von einem Pflegedienst unterstützen lassen wollen, rufen Sie uns gerne an. Wir beraten Sie zum Zeitaufwand der Pflege zu Hause, zu der Ausrüstung, die Sie anschaffen müssen oder die wir mitbringen, und mit unserer Erfahrung. Wir machen Ihnen dann gerne auch ein Angebot, wie wir Sie unterstützen können.

 

Bildquellennachweis: Robert Kneschke – fotolia.com

Ambulante Pflege oder Stationäre Pflege? Auf diese 4 Punkte kommt es an!

Wenn sie sich zwischen ambulanter und stationärer Pflege entscheiden müssen, ist das für viele Menschen ein großes Problem. Einerseits hört man oft, dass die Pflege zu Hause nicht nur schwierig, sondern fast unmöglich ist. Andererseits gibt es das negative Bild, dass ein Angehöriger für die Pflege „abgeschoben“ wird. Auch wenn man für sich selbst entscheiden muss, ist es nicht einfacher: Traue ich mir wirklich zu, alleine zu Hause noch alles zu schaffen? Eigentlich möchte niemand sein Zuhause gerne verlassen. Wichtig ist, dass es keine Lösung gibt, die immer und für jeden richtig ist. Wir haben für Sie einige Punkte zusammengestellt, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können.

1. Wie viel Zeit nimmt die Pflege in Anspruch?

Ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung zwischen ambulanter und stationärer Pflege ist der Pflegeaufwand, den man auf keinen Fall zu gering einschätzen sollte. Wenn es zum Beispiel nur ein paar Minuten dauert, einen Verband zu wechseln, möchte niemand, dass solche Tätigkeiten unter Zeitdruck stattfinden. Wenn sich die Zahl der Aufgaben bei der Pflege häufen, kann es sein, dass eine stationäre Pflege für alle Beteiligten entspannter ist. Wir betonen nicht umsonst immer wieder, wie wichtig uns auch das sonstige Wohlergehen der Patienten bei unserer ambulaten Pflege in Ihrem Zuhause ist. Auch wenn die Pflege aufwändig ist, sollte sie nie als „Fließbandarbeit“ abgehandelt werden.

2. Was muss gemacht werden?

Wenn Sie überlegen, selbst einen Angehörigen zu pflegen, bedenken Sie außerdem, dass Sie viele Dinge erst neu lernen müssen und vielleicht nicht lernen möchten. Anderen eine Insulinspritze zu geben, ist für viele Menschen nicht leicht. Wenn Sie über einen Pflegedienst nachdenken, der bei der ambulanten Pflege hilft, suchen Sie diesen mit Bedacht aus. Während für uns eine gute Ausbildung aller Angestellten selbstverständlich ist, gilt das leider nicht für jeden Anbieter. Auch bei der Wahl einer stationären Pflege ist die Qualifikation der Mitarbeiter und die Spezialisierung der Einrichtung wichtig: Kennt man sich mit Ihren persönlichen Bedürfnissen aus?

3. Welche Risiken gibt es?

Auch wenn man darüber am liebsten nicht nachdenken möchte: Manchmal kann doch etwas Schlimmes passieren. Patienten können beispielsweise plötzlich sehr krank werden. Das Risiko dafür ist größer, wenn sie sich von einer komplizierten Operation erholen oder neue Medikamente bekommen. Dabei ist ein Kreislaufzusammenbruch im Krankenhaus bei der stationären Pflege kein großes Problem: Hier wird der Alarm schnell bemerkt. Wer zu Hause bleiben möchte und weiß, dass er vielleicht mal hinfällt oder einen Schwächeanfall hat, sollte unbedingt vorsorgen. Notrufsysteme können helfen, wenn man während der riskanten Zeit trotzdem lieber zu Hause bleiben möchte. Wer eigentlich nicht mit solchen Notfällen rechnen muss, kann selbstverständlich auch zu Hause bleiben und sich für die ambulante Pflege entscheiden.

4. Wie viel Kontakt ist wichtig?

Es gibt Menschen, die gerne viel allein sind und es vorziehen – wenn sie gepflegt werden müssen – dafür nur für ein paar Stunden am Tag andere Menschen zu treffen. Diese Menschen macht es oft nervös oder traurig, wenn ständig andere um sie herum sind. Eine ambulante Pflege ist in diesem Fall besser, weil der Patient in seiner vertrauten Umgebung weiter einen Rückzugsort hat. Es gibt aber auch solche, die sich schnell einsam fühlen und traurig oder gereizt werden, wenn sie nicht viel Kontakt zu anderen haben. Für diese Patienten kann eine stationäre Pflege die bessere Lösung sein, weil sie in einem Krankenhaus oder einem Altenheim mehr Kontakt zu anderen haben können. Bei beiden Lösungen ist es natürlich wichtig, dass der Kontakt positiv ist: Sowohl Pfleger, die zur ambulanten Pflege ins Haus kommen, als auch die Pfleger bei einer stationären Pflege müssen auf die Bedürfnisse des Patienten eingehen.

Wir beraten Sie gerne unverbindlich und freundlich zu unserem Angebot und Ihren Möglichkeiten. Rufen Sie uns an unter 089/ 958972 90 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@aktiv-dahoam.de.

 

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Pflegestufen – die wichtigsten Informationen in Kürze

Wenn ein Mensch mit der täglichen Routine nicht mehr alleine zurechtkommt und sich im Alltag eingeschränkt fühlt, hat er einen Anspruch auf Pflege. Um den finanziellen Aufwand für die Pflege zu bestimmen, werden Pflegebedürftige in festgelegte Pflegestufen eingeteilt. Die Pflege kann durch einen Angehörigen erfolgen oder von professionellen Pflegekräften, z.B. von einem ambulanten Pflegedienst, übernommen werden. Je nach Wahl erhält der Pflegebedürftige Pflegegeld oder Pflegesachleistungen. Der Betrag für die Pflegesachleistungen ist höher, da von diesem Geld die Leistungen von z.B. einem ambulanten Pflegedienst bezahlt werden.

Was sind die Kriterien in den verschiedenen Pflegestufen?

Das Hauptkriterium für die Einteilung in die Pflegestufen ist der Hilfsbedarf, insbesondere die benötigte Zeit, bei der täglichen Grundpflege. Diese setzt sich aus folgenden Bereichen zusammen:

  1. Körperpflege (z.B. Waschen, Zahnpflege, Kämmen…)
  2. Mobilität/Bewegung (z.B. Aufstehen und Zubettgehen, An- und Ausziehen von Kleidung…)
  3. Ernährung (mundgerechte Zubereitung der Mahlzeiten und Hilfe beim Essen)

Neben der Grundpflege ist auch die benötigte Hilfe im Haushalt, z.B. beim Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäsche waschen usw. ein weiteres Kriterium bei der Beurteilung.

Welche Pflegestufen gibt es?

Im Moment gibt es die drei offiziellen Pflegestufen: 1, 2 und 3. Darüber hinaus gibt es seit Januar 2013 auch die Stufe 0. Die Voraussetzung für die Zuordnung zu der Pflegestufe 0 ist eine eingeschränkte Alltagskompetenz z.B. bei einer Demenzerkrankung. In den nächsten Jahren sollen die Pflegestufen jedoch weiter ausdifferenziert werden. Wie die verschiedenen Pflegestufen definiert werden und welche Leistungen die Krankenkassen erbringen, können Sie dieser Tabelle entnehmen:

Wie wird die Pflegestufe bestimmt und was passiert danach?

  1. Zunächst muss ein Antrag bei der Krankenkasse gestellt werden. Dafür müssen Sie einfach ein entsprechendes Formular ausfüllen und an Ihre Krankenkasse schicken. Im Formular werden Sie u.a. nach Ihren persönlichen Daten und Ihrem Hilfsbedarf gefragt.
  2. Im Anschluss daran kommt einen Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) zu Ihnen. Der MDK nimmt eine Begutachtung vor und stellt fest, ob Sie pflegebedürftig sind und wenn ja, welche der Pflegestufen Ihrem Hilfsbedarf entspricht. Um sich auf diesen Besuch vorzubereiten ist es empfehlenswert, ein Pflegetagebuch zu führen. In dieses Tagebuch tragen Sie einfach alle wichtigen Informationen über Ihre Ernährung, Körperpflege, Mobilität und die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten ein.
  3. Nun können Sie sich aussuchen, ob Sie von einem Angehörigen oder einer professionellen Pflegekraft gepflegt werden möchten. Sollten Sie sich für einen Pflegedienst entscheiden, werden bestimmte Leistungen mit dem Pflegedienst vereinbart und in einem Pflegevertrag festgelegt. Ab diesem Zeitpunkt kümmert sich der Pflegedienst um Sie.

Wir hoffen, dass wir mit unserer Übersicht einige Ihrer Fragen zum Thema Pflegestufen beantworten konnten. Sollten Sie weitere Fragen haben oder einen Pflegevertrag abschließen wollen, scheuen Sie nicht, uns anzurufen! Unsere Telefonnummer ist 089 / 958 972 90. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Pflege zu Hause: auf diese 7 Dinge sollten Sie achten!

Wird ein geliebter Mensch pflegebedürftig, sei es aufgrund einer Krankheit oder den zunehmenden Schwierigkeiten des fortgeschrittenen Alters, so möchten viele Menschen für den Angehörigen die Pflege zu Hause übernehmen. Einfach ist das für niemanden, weder für den Pflegebedürftigen noch für seinen pflegenden Angehörigen. Oft kommt die Pflegebedürftigkeit sehr plötzlich und keiner der Beteiligten kann sich so schnell auf die neue Lage einstellen. Doch selbst wenn die Pflegebedürftigkeit schleichend kommt, bringt so eine Situation viele Schwierigkeiten mit sich. Menschen, die die Pflege zu Hause übernehmen möchten, tragen eine große Verantwortung und müssen sich darauf einstellen, dass die Betreuung sehr zeitintensiv ist und sie ihr eigenes Leben erst einmal zurück stellen müssen. Auch ist die Pflege zu Hause sehr anstrengend und verlangt dem Pfleger sowohl physisch als auch psychisch Einiges ab.

Wenn Sie sich zu diesem Schritt entschließen, sollten Sie sich deshalb gründlich über die mit der Pflege zu Hause einhergehenden Anforderungen informieren, damit diese Erfahrung für alle Beteiligten möglichst positiv und konfliktfrei wird.

Um Sie dabei zu unterstützen, haben wir anhand der Empfehlungen des Bundesministeriums für Gesundheit eine kurze Übersicht darüber zusammen gestellt, woran Sie denken und worauf Sie sich einstellen müssen, wenn Sie sich für die Pflege zu Hause entscheiden.

Umfassende Beratung.

Lassen Sie Sich so bald wie möglich bei der Pflegekasse oder bei einem Pflegestützpunkt umfassend beraten. Überprüfen Sie, welche Leistungen Ihnen zustehen, zum Beispiel von einem Pflegedienst und füllen Sie die entsprechenden Anträge aus. Klären Sie ab, wer sich zusätzlich an der Pflege zu Hause beteiligen kann und erstellen Sie mit diesen Personen und dem Pflegebedürftigen einen Versorgungsplan. Besuchen Sie einen Pflegekurs.

Freistellung von der Arbeit beantragen.

In akuten Fällen können Sie sich für bis zu zehn Tage von der Arbeit freistellen lassen, um die Pflege zu Hause zu organisieren. Des Weiteren können Sie für maximal sechs Monate Pflegezeit beantragen, was eine unbezahlte Freistellung bedeutet. Darüber hinaus können Sie auch um eine Familienpflegezeit bemühen, was eine Reduzierung der Arbeitszeit auf 15 Stunden pro Woche für maximal 24 Monate ermöglicht.

Die Wohnung auf die Pflege zu Hause umstellen.

Achten Sie dabei darauf, dass die Umgebung möglichst vertraut bleibt und persönlich eingerichtet ist, damit der Pflegebedürftige sich so wohl wie möglich fühlt. Niemand möchte sich in seinem zu Hause wie in einem Krankenhaus fühlen. Trotzdem sollte das Zimmer entsprechend aufgerüstet werden, zum Beispiel mit einem passenden Pflegebett. Passen Sie darauf auf, Stolperfallen zu vermeiden.

Die richtige Ernährung.

Wenn gesundheitlich nichts dagegen spricht, können die Lieblingsspeisen des gepflegten Menschen weiterhin serviert werden. Nur bei Stoffwechselerkrankungen, Leberschäden sowie Über- oder Untergewicht sollte eine bestimmte Diät eingehalten werden. Achten Sie während der Pflege zu Hause auf vollwertige und vitaminreiche Kost und genügend Flüssigkeit. Besonderes Geschirr und Besteck können das Essen bzw. das Füttern erheblich erleichtern.

Auf Körpersignale achten.

Um frühzeitig zu erkennen, ob sich der gesundheitliche Zustand des Pflegebedürftigen negativ verändert, müssen Sie lernen, seine Körpersignale zu deuten. Beobachten Sie hierzu Puls, Haut, Atmung, Temperatur, Blutdruck, Urin, Stuhlgang und die allgemeine Stimmung auf Veränderungen. Bei Unsicherheit suchen Sie Hilfe oder kontaktieren Sie einen Arzt.

Heben, Tragen, Lagern und Bewegen lernen.

Für die Pflege zu Hause ist es unbedingt notwendig, das richtige Heben, Tragen, Lagern und Bewegen eines bettlägerigen Menschen fachgerecht zuerlernen. Auch müssen Sie mit dem Pflegebedürftigen üben, wie er sich im Notfall selbst bewegen kann. Achten Sie auf Druckgeschwüre und Gelenkversteifungen und lagern und bewegen Sie den Pflegebedürftigen dementsprechend regelmäßig bzw. unterstützen Sie ihn bei der Bewegung, um Muskelschwund zu verhindern.

Die richtige Körperpflege.

Auch die tägliche Körperpflege eines pflegebedürftigen Menschen ist Teil der Pflege zu Hause und muss unbedingt erlernt werden. Das ist gar nicht so einfach, wenn es zum Beispiel an das Waschen im Bett oder knifflige Tätigkeiten wie die Rasur oder die Mundhygiene eines anderen Menschen geht. Besonders der Gang zur Toilette ist anfangs ungewohnt und für beide Seiten unangenehm, aber auch hiervon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wie in allen Bereichen kommt auch hier irgendwann die Routine. Denken Sie auch im Badezimmer über eine Nachrüstung, zum Beispiel mit einem Duschstuhl, nach. Dies erleichtert die tägliche Körperpflege.

Sie können nun in etwa abschätzen was es bedeutet, einen lieben Angehörigen zu Hause zu pflegen. Es gibt vieles, auf das man achten muss und die neue Situation bringt große Umstellungen mit sich. Doch Sie können alles Lernen und mit der Zeit werden Sie an den neuen Aufgaben wachsen. Dennoch müssen Sie nicht alles alleine stemmen. Pflegedienste können Ihnen professionell helfen und Sie bei der Pflege zu Hause unterstützen. Informieren Sie sich deshalb auf jeden Fall darüber, ob Sie einen Pflegedienst in Anspruch nehmen können und welche Leistungen er Ihnen bietet. Damit steht der Pflege zu Hause nichts mehr im Wege!

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