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Das Hausnotrufsystem: Was ist das und wem hilft es?

Bei vielen älteren Menschen besteht der Wunsch, den Lebensabend in der eigenen Wohnung zu verbringen. Der Wunsch, das Leben alleine zu bestreiten und den Alltag nicht von den Vorschriften eines Pflegeheimes abhängig zu machen, ist absolut verständlich. An dieser Stelle kann das Hausnotrufsystem sinnvoll sein.

Mit Hilfe eines Hausnotrufsystems können ältere Menschen aus ihrem Privathaushalt heraus schnell medizinische Hilfe anfordern, sobald es nötig werden sollte – ganz ohne das Haus zu verlassen.

Was ist ein Hausnotrufsystem und wie funktioniert es?

Ein häusliches Notrufsystem ist im höheren Alter eine sehr sinnvolle Anschaffung. Beim Hausnotrufsystem handelt es sich um ein elektronisches Meldesystem, über das der Bewohner medizinische Hilfe anfordern kann.

Haben Sie Fragen zum Hausnotrufsystem?

Haben Sie Fragen zum Hausnotrufsystem? Dann rufen Sie uns an unter 089 958 972 90.

Die Meldung des Bewohners wird durch das Gerät an eine Notrufzentrale weitergeleitet.

Diese wiederum sorgt dafür, dass schnellstmöglich Hilfe organisiert wird.

Sie als Nutzer müssen keinen Anruf tätigen, sondern lediglich einen Knopf drücken.

Das Meldegerät tragen sie entweder als Halskette oder als Armband.

So wird sichergestellt, dass sie das Gerät permanent am Körper tragen und im Notfall unverzüglich den Meldeknopf betätigen können.

Welche Vorteile bietet ein häusliches Notrufsystem?

Die Vorteile des häuslichen Notrufsystems liegen klar auf der Hand. Im Notfall kann sofort eine Notrufzentrale kontaktiert werden, ohne dass das Tätigen eines Telefonanrufs nötig wäre. Da das Meldegerät dauerhaft am Körper getragen wird, besteht keine Gefahr, es im Bedarfsfall nicht finden oder nicht schnell genug erreichen zu können.

Älteren Menschen wird es durch das Meldegerät möglich, im eigenen Haushalt zu leben und trotzdem nicht auf eine schnell verfügbare medizinische Hilfe verzichten zu müssen.

Neben den Notrufsystemen, die fest mit einer Zentrale verbunden sind, existieren auch andere Geräte. Diese kontaktieren nach einer Meldung in vorher festgelegter Reihenfolge bis zu zehn vorher festgelegte Telefonnummern. So wird sichergestellt, dass jederzeit Hilfe erreicht werden kann.

Für welches Gerät Sie sich entscheiden sollten, ist von Ihrer persönlichen Situation abhängig und kann mit einer Pflegekraft erörtert werden. In jedem Falle ermöglicht ein Hausnotrufsystem eine schnellstmögliche medizinische Versorgung im Notfall, die in den eigenen vier Wänden kaum anders gewährleistet werden kann.

Für wen ist ein solches Notrufsystem geeignet?

Prinzipiell eignet sich ein Notrufsystem für jeden älteren Menschen, der alleine lebt. Leben keine anderen Personen im Haushalt, die den Notruf betätigen könnten oder ist der Betroffene längere Zeit am Tag alleine, sollte über die Installation eines häuslichen Notrufsystems nachgedacht werden.

Besonders Menschen, die dazu neigen zu stürzen oder anderweitig unsicher sind, werden durch ein Notrufsystem ideal unterstützt. Auch chronisch kranke ältere Menschen profitieren enorm von diesem Gerät.

Da die Gefahr eines gesundheitlichen Notfalls mit zunehmendem Alter steigt, ist alleinstehenden älteren Menschen jedoch generell zur Installation eines häuslichen Notfallsystems zu raten, da sie so zu jeder Zeit ohne größeren Aufwand einen Notruf absetzen können.

Für Demenzkranke ist das System hingegen nicht geeignet, da sie meist nicht in der Lage sind, einen Notfall als solchen zu erkennen oder bei einem Notfall nicht wissen, dass der Notfallknopf gedrückt werden muss.

Wie wird das System installiert?

Um das System nutzen zu können, wird eine Teilnehmerstation benötigt, die mit dem Telefonanschluss und dem Stromnetz verbunden wird. Zusätzlich erhalten Sie einen Meldeknopf, den Sie permanent am Körper tragen. Die Installation wird vom Pflegeservice übernommen.

Haben Sie Fragen zum Hausnotrufsystem? Dann rufen Sie uns an unter 089 958 972 90 oder schreiben Sie eine Mail an info@aktiv-dahoam.de.

 

Bildquellennachweis: Sir_Oliver – fotolia.de

Hauskrankenpflege statt Krankenhaus

Die häusliche Krankenpflege oder Hauskrankenpflege wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, wenn sich dadurch ein Krankenhausaufenthalt verkürzen oder vermeiden lässt. Die Hauskrankenpflege wird durch geeignetes Pflegepersonal vorgenommen und unterscheidet sich dadurch von der Pflege, die zum Beispiel auch von Angehörigen durchgeführt werden kann.

Hauskrankenpflege wird wie erwähnt von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt und muss deswegen vorher von einem Arzt verordnet werden. Dieser stellt die Notwendigkeit der häuslichen Krankenpflege unter bestimmten Voraussetzungen fest – manchmal erst, nachdem der Patient den Wunsch nach dieser Möglichkeit geäußert hat.

1. Woraus besteht Hauskrankenpflege?

Ein Angehöriger benötigt Hauskrankenpflege? Rufen Sie uns an 089 958 972 90

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Hauskrankenpflege setzt sich aus mehreren Formen der Pflege zusammen. Zunächst gibt es Grundpflegeleistungen, bei denen ein Patient Hilfe beim Waschen und Anziehen bekommt oder speziell auch beim Duschen oder Baden. Außerdem kann er Hilfe beim Essen und Trinken erhalten oder auch bei Bewegung, die bei langer Bettlägerigkeit durch Unterstützung erfolgt. Der zweite Teil der persönlichen Pflege ist die Behandlungspflege, bei der es um medizinische Leistungen geht wie zum Beispiel die Medikamenteneinnahme oder Wundversorgung.

Ein zweiter großer Teil der Hauskrankenpflege ist die hauswirtschaftliche Versorgung der pflegebedürftigen Person – also so etwas wie Aufräumen, Kochen oder Einkaufen. Insbesondere für diese hauswirtschaftlichen Leistungen gilt die Voraussetzung, dass die Tätigkeiten nicht von der erkrankten Person oder einer anderen Person im Haushalt durchgeführt werden können.

2. Wer bekommt Hauskrankenpflege?

Die Voraussetzungen für Hauskrankenpflege setzen sich aus zwei Bereichen zusammen. Einerseits soll die Hauskrankenpflege dazu dienen,

  • einen Krankenhausaufenthalt zu vermeiden oder die Dauer zu reduzieren, indem eine vorzeitige Entlassung ermöglicht wird.
  • eine Krankenhausbehandlung zu ersetzen, wenn sie nicht möglich ist.
  • den Erfolg der ärztlichen Behandlung zu sichern.

Sie wird also beispielsweise als Faustregel grundsätzlich nicht gewährt, wenn auch keine ärztliche Behandlung notwendig wäre – oder mindestens ein Krankenhausaufenthalt mit Bettruhe.

Außerdem wird über einzelne Leistungen entscheiden. Sie müssen den oben genannten Bedingungen dienen. Bei allen Leistungen, vor allem den hauswirtschaftlichen, wird außerdem überprüft, ob diese auch vom Patienten selbst oder einem anderen Mitglied des Haushalts durchgeführt werden könnten.

Dabei wird niemand über sein Vermögen gefordert: Die schulpflichtigen Kinder einer alleinerziehenden Mutter müssen nicht plötzlich den Haushalt übernehmen.

3. Wie wird die Hauskrankenpflege bezahlt?

Die Hauskrankenpflege wird grundsätzlich von den Krankenkassen bezahlt. Es gibt allerdings in den meisten Fällen eine Zuzahlung der Betroffenen: Pro ärztlicher Verordnung, die meist einmalig in einigen Fällen aber auch vierteljährlich erteilt wird, muss man 10 Euro Zuzahlung berechnen. Außerdem werden für die ersten 28 Tage der Haushaltspflege in einem Kalenderjahr 10 Prozent der Kosten vom Patienten eingefordert – von den Krankenkassen. Wenn also beispielsweise ein Pflegedienst beauftragt wird, dann wird der von der Krankenkasse bezahlt. Die Zuzahlung durch den Patienten erfolgt vollständig direkt an die Krankenkasse und nie direkt an den Pflegedienst.

Eine Ausnahme gilt für Frauen, die die häusliche Krankenpflege wegen der Schwangerschaft oder nach der Entbindung benötigen. Gründe können zum Beispiel eine vorzeitig gelöste Placenta sein, durch die die Schwangere die Wohnung nicht verlassen kann und hauptsächlich liegt oder sitzt, um sich und das Kind nicht zu gefährden. In diesen Fällen wird von der Frau keine Zuzahlung verlangt, sondern die vollen Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

4. Wer bietet Hauskrankenpflege?

Prinzipiell wird häusliche Krankenpflege von Pflegediensten übernommen, die dafür ausgebildete Fachkräfte haben. Weil sich Krankenpflege von häuslicher Pflege unterscheiden kann, gilt das nicht für jeden Pflegedienst. Ein Pflegedienst muss mit den Krankenkassen einen Versorgungsvertrag geschlossen haben.

Dann kann er die Leistungen, die bei der Krankenpflege erbracht werden, auch direkt mit den Kassen abrechnen und sie ihnen in Rechnung stellen. Dieses Vorgehen bedeutet, dass Patienten nicht viel Aufwand damit haben sollen, einen möglichen Pflegedienst zu finden oder später diesen Pflegedienst zu bezahlen. Da die meisten Leistungen gesetzlich geregelt sind, ist auch der Bereich der Bezahlung bereits geregelt.

Wenn Sie auf der Suche nach einem Pflegedienst sind, der kurz- oder langfristig die häusliche Krankenpflege übernehmen kann, kontaktieren Sie uns gern. Wir beraten und informieren Sie und besprechen mit Ihnen, welche Schritte Sie, Ihre Krankenkasse und wir jeweils noch übernehmen müssen. Rufen Sie uns einfach an unter 089 958 972 90 oder schreiben Sie eine E-Mail an info@aktiv-dahoam.de, wir antworten dann auf ihr persönliches Anliegen.

 

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