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Pflegekasse: Kooperation mit Pflegebedürftigem und Pflegedienst

Körperliche und geistige Einschränkungen, Krankheiten oder eine Kombination aus diesen Fällen kann zur Pflegebedürftigkeit führen.

Die Pflege ist mit hohen Kosten verbunden und wird in Deutschland über die Pflegekasse abgesichert.

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Wollen Sie mehr zum Thema Pflegekasse erfahren? Rufen Sie uns an unter ☎ 089 958 972 90 oder schreiben Sie uns eine Nachricht an ✉ info@aktiv-dahoam.de.

Dabei handelt es sich um den Träger der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Diese ist für Arbeiter und für Angestellte ebenso eine Pflichtversicherung wie die gesetzliche Krankenversicherung. Wer krankenversichert ist, der ist automatisch auch pflegeversichert.

Obwohl die Pflegekasse der jeweiligen Krankenkasse angegliedert ist, handelt es sich um zwei eigenständige, voneinander getrennt arbeitende Institutionen.

Pflegekasse leistet bei Pflegebedürftigkeit

Hauptaufgabe einer jeden Pflegekasse ist die Versorgung des Pflegebedürftigen mit Geld- und mit Sachleistungen. Die Leistung der Pflegekasse gliedert sich in folgende Bereiche:

  • ambulante Geldleistung direkt an den Pflegebedürftigen
  • ambulante Sachleistung als Bezahlung an den ambulanten Pflegedienst
  • stationäre Leistung als Zahlung an den Betreiber des Pflegeheims
  • kombinierte Geld- und Sachleistung, deren Aufteilung zwischen dem Pflegebedürftigen und dem ambulanten Pflegedienst vereinbart wird

Den Anspruch darauf erwirbt der Versicherte mit seiner langjährigen Zugehörigkeit zur Kranken- und der dazugehörigen Pflegeversicherung. Rechtsgrundlage ist SGB XI, das elfte Sozialgesetzbuch.

Pflegegrade und ihre Leistungen 

Die entscheidende Grundlage für Leistungen der Pflegekasse ist das vom MDK, dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, erstellte Pflegegutachten. Darin werden, auf Antrag des Versicherten, seine Pflegebedürftigkeit sowie der damit verbundene Pflegeaufwand festgestellt.

Das geschieht beim Antragsteller zuhause, also in seinem Wohnbereich. Der genaue Ablauf dieses Verfahrens ist in § 18 SGB XI festgelegt.

Der Hilfebedarf bezieht sich auf die üblichen Verrichtungen im Lebensalltag, die sich regelmäßig wiederholen. Sie sind aufgeteilt in die vier Bereiche:

  1. Körperpflege,
  2. Ernährung,
  3. Mobilität sowie
  4. hauswirtschaftliche Versorgung.

Pflegebedürftigkeit mit Einstufung in einen Pflegegrad

Der MDK-Gutachter stellt fest, in welchem Umfang eine Pflegebedürftigkeit vorliegt. Die Zugehörigkeit zu einem der fünf Pflegegrade wird nach dem folgenden Punktesystem bewertet:

Pflegegrad 1: 12,5 bis 26 Punkte – geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
Pflegegrad 2: 27 bis 47,5 Punkte – erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
Pflegegrad 3: 47,5 bis 70 Punkte – schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
Pflegegrad 4: 70 bis 90 Punkte – schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit
Pflegegrad 5: 90 bis 100 Punkte – wie Pflegegrad 4 zuzüglich besonderer Anforderungen an die pflegerische Versorgung

Danach richtet sich die Höhe des monatlichen Pflegegeldes, das von der Pflegekasse an den Pflegebedürftigen gezahlt wird.

Darüber hinaus macht der Gutachter auf die verschiedenen Pflegemöglichkeiten aufmerksam. Zu denen gehören je nach Pflegegrad, nach Art und Umfang der Pflegebedürftigkeit

  • der ambulante Pflegedienst
  • die häusliche Pflege durch eine ehrenamtliche Pflegeperson
  • eine stationäre Pflege

Die Kooperation zwischen Pflegekasse und ambulantem Pflegedienst

In dem Dreiecksverhältnis Pflegebedürftiger–Pflegekasse–ambulanter Pflegedienst wird anhand des zuerkannten Pflegegrades im Detail festgelegt, welche Pflegedienstleistung der Pflegebedürftige benötigt und auf welche Weise der ambulante Pflegedienst sie erbringt.

Wollen Sie mehr über die Kooperation zwischen Pflegekasse und ambulantem Pflegedienst erfahren?

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Ein Leistungskatalog dokumentiert, wann wie und auf welche Weise gepflegt wird. Zusätzlich wird auch überlegt und entschieden, ob der ambulante Pflegedienst ausschließlich und allein pflegt, oder ob sich Angehörige des Pflegebedürftigen an der Pflege beteiligen.

Das hat Auswirkung darauf, ob und wie die Zahlung der Pflegekasse auf die ambulante Geldleistung für die Angehörigen sowie auf die ambulante Sachleistung für den Pflegedienst aufgeteilt wird. Der ambulante Pflegedienst rechnet die erbrachte Pflegeleistung im Monatsrhythmus direkt mit der Pflegekasse ab.

In der des Pflegedienstes ist der Pflegebedürftige grundsätzlich frei. So bleibt ihm überlassen zu entscheiden, ob die Dienstleistung „seines“ ambulanten Pflegedienstes seinen Vorstellungen entspricht. Professionelle und erfahrene Pflegedienste sind hier die beste Wahl.

Wenn Sie als Pflegebedürftiger oder als Angehöriger weitergehende Fragen zur Pflegekasse oder ambulanten Pflege haben, stehen wir Ihnen als langjährig präsenter ambulanter Pflegedienst zu einer vertraulichen sowie unverbindlichen Beratung gerne zur Verfügung.

Rufen Sie uns an unter ✆ 089/ 958 972 90 oder schreiben Sie uns eine Mail an info@aktiv-dahoam.de.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

 

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Das Pflegeversicherungsgesetz – Leistungen und Kosten in der Pflege

Die durchschnittliche Lebenserwartung insbesondere in den Industriestaaten steigt kontinuierlich. Diese erfreuliche Entwicklung führt jedoch auch zu gesellschaftlichen Herausforderungen. Nahezu 3 Millionen Menschen sind deutschlandweit pflegebedürftig und somit vom Pflegeversicherungsgesetz betroffen.

Damit die Betroffenen so lange wie möglich ihre Lebensqualität und Selbstständigkeit bewahren können, werden etwa 70 Prozent von Ihnen im Rahmen der häuslichen Pflege betreut. Dabei kann sich der Bedarf an notwendigen pflegerischen und hauswirtschaftlichen Maßnahmen sehr unterschiedlich darstellen.

In vielen Fällen versuchen Angehörige, den Verbleib der Pflegebedürftigen in ihrer vertrauten Umgebung zu gewährleisten.

Häusliche Pflege durch Angehörige

Angehörige führen die umfangreiche Aufgabe verantwortungsbewusst mit großer Hingabe und Anstrengung aus.

Haben Sie Fragen zum Pflegeversicherungsgesetz?

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Mit zunehmender Dauer und wachsendem Pflege- und Betreuungsaufwand stoßen pflegende Angehörige jedoch häufig an ihre Leistungsgrenzen.

Bei länger andauernden Überforderungen drohen gesundheitliche Probleme bis zum Ausfall als Pflegekraft.

Maßnahmen der Grundpflege sowie die hauswirtschaftliche Versorgung können zu einer übermäßigen körperlichen wie seelischen Belastung des Angehörigen werden.

Zweckmäßige Hilfsangebote werden oftmals durch ein zu starkes Verantwortungsgefühl nicht oder nicht rechtzeitig in Anspruch genommen. Darunter kann auch die Pflegequalität leiden.

24-Stunden-Pflege und Demenzerkrankungen

Erschwerende Bedingungen für eine Pflege durch Angehörige können Demenzerkrankungen oder die Notwendigkeit einer Pflege rund um die Uhr sein. Außerdem ist der Handlungsspielraum für berufstätige Angehörige stark eingeschränkt. Maßnahmen der Körperpflege, Ernährung und Mobilität sowie hauswirtschaftliche Maßnahmen sind nicht mehr im ausreichenden Maße durchführbar.

Dies gilt auch für den höheren Betreuungsaufwand für an Demenz erkrankte Menschen. Das Problem auftretender Überforderungen darf daher im Interesse des Pflegebedürftigen und der Pflegekraft nicht ignoriert werden. Ein funktionierender Fortbestand der häuslichen Pflege kann bei festgestellten Überlastungen von Angehörigen durch Pflegedienste gesichert werden.

Professionelle Unterstützung durch ambulante Pflegedienste

Die notwendigen pflegerischen Maßnahmen im Rahmen einer häuslichen Pflege können durch einen ambulanten Pflegedienst erfolgen. Dabei übernehmen professionelle Pflegekräfte teilweise oder ganz die bisherigen Pflegeleistungen des Angehörigen.

Je nach Bedarf werden erforderliche Maßnahmen der Grundpflege sowie der medizinischen Behandlungspflege durchgeführt. Zu den möglichen Maßnahmen durch Pflegefachkräfte zählen:

• Verabreichung von Medikamenten

• Durchführung von Blutzuckermessungen und Injektionen

• Absaugen der Atemwege sowie Sauerstoffabgabe

• Legen von Katheder

Als Teil der medizinischen Behandlungspflege dürfen Überwachungen von Vitalzeichen wie Puls, Blutdruck und Temperatur auch durch Pflegehilfskräfte durchgeführt werden. Ebenso sind sie zum Wechsel von Verbänden und Einreibungen berechtigt.

Das erfahrene Pflegepersonal führt die Pflegeleistungen zum Teil nach Absprache mit dem Hausarzt durch. Die Leistungen der Pflegedienste mit Kassenzulassung werden nach den pflegegesetzlichen Vorschriften von der Pflegekasse übernommen.

Leistungen und Kosten – Das Pflegeversicherungsgesetz

Zur Sicherung der Möglichkeit der häuslichen Pflege erhält der Betroffene ein Pflegegeld von der Pflegekasse. Dazu muss er oder ein Beauftragter einen Antrag stellen, aus dem die Pflegebedürftigkeit ersichtlich wird.

Die Feststellung einer Pflegebedürftigkeit erfolgt nach einer Überprüfung durch den medizinischen Dienst durch die Pflegekasse. Dabei wird der Umfang der Pflegebedürftigkeit mit der Feststellung eines Pflegegrades (ehemals Pflegestufe) anerkannt.

Den fünf Pflegegraden sind unterschiedliche Höhen an Pflegegeldern zugeordnet. Die gesetzliche Grundlage dafür bieten das Pflegeversicherungsgesetz sowie die Pflegestärkungsgesetze.

Mit dem Artikel 1 Absatz 1 des Pflege-Versicherungsgesetzes vom 26. Mai 1994 wurde zum 01.01.1995 dem Sozialgesetzbuch ein elftes Buch angefügt (SGB XI). Damit wurde die soziale Pflegeversicherung eingeführt. Ergänzend zum Pflegeversicherungsgesetz wurden die vorgeschriebenen Leistungen für eine ambulante und stationäre Behandlung in den Ausführungen der Pflegestärkungsgesetze geregelt.

Sachleistungen als Alternative oder Ergänzung zum Pflegegeld

Anstelle eines Pflegegeldes können die Leistungen auch auf der Grundlage des jeweiligen Pflegegrades als sogenannte Sachleistungen erfolgen. Damit sind die beauftragten Pflegeleistungen von kassenzugelassenen Pflegediensten gemeint. Ganz oder teilweise kann der pflegende Angehörige seine Aufgaben an einen Pflegedienst übertragen.

Anstelle des Pflegegeldes werden unter Berücksichtigung der Absprache und der gesetzlichen Höchstsatzregelung Sachleistungen gewährt. Dabei werden diese direkt von der Pflegekasse an den beauftragten Pflegedienst gezahlt.

Sie sollten es also nicht versäumen, rechtzeitige Unterstützung eines professionellen Pflegedienstes in Anspruch zu nehmen. Dadurch kann die häusliche Pflege möglichst lange in der gebotenen Qualität durchgeführt werden.

Haben Sie weitere Fragen oder wünschen eine Beratung? Dann rufen Sie uns an unter 089 958 972 90 oder schreiben Sie eine Mail an info@aktiv-dahoam.de.

 

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Was zahlt die Pflegeversicherung?

Für jeden Menschen ist es schlimm, wenn er das eigene Leben plötzlich nicht mehr richtig meistern kann. Dafür gibt es viele Gründe: Eine Behinderung, eine schlimme Krankheit im körperlichen oder geistigen Bereich.

In diesen Fällen der Pflegebedürftigkeit ist es gut zu wissen, sich an die Pflegeversicherung wenden zu können. Diese unterstützt Sie dabei, die dringend benötigte Pflegehilfe teilweise oder insgesamt bezahlen zu können. Die Antwort auf die Frage „Was zahlt die Pflegeversicherung?“ hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Zeitfaktor als erste Voraussetzung

Die Pflegeversicherung ist erst zur Zahlung von Leistungen verpflichtet, wenn sie vom Pflegebedürftigen für mindestens sechs Monate beansprucht wird.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Was zahlt die Pflegeversichtung?

Haben Sie weitere Fragen zum Thema „Was zahlt die Pflegeversichtung?“ Rufen Sie uns an unter 089 958 972 90.

Außerdem spielt die Art der Hilfe eine wichtige Rolle.

Benötigen Sie lediglich Hilfe im Haushalt? Oder beim täglichen Einkauf? Ist die Hilfe rund um die Uhr notwendig?

Dann sollte die Pflegeversicherung in Anspruch genommen werden und den Pflegegrad festlegen, den viele noch als Pflegestufe kennen.

Von dem festgelegten Pflegegrad, es gibt insgesamt fünf Grade, ist auch die Höhe der Leistung abhängig.

Wie die richtige Antragstellung erfolgen muss

Grundsätzlich ergeht eine Antragstellung an die für Sie zuständige Pflegekasse. Keine Sorge, die Pflegekasse ist direkt bei Ihrer Krankenkasse untergebracht.

Sie können aber auch Familienangehörige, einen guten Nachbarn oder Freunde beauftragen, den Antrag in Ihrem Namen zu stellen. Dafür ist lediglich eine entsprechende Vollmacht anzufertigen.

Die Unterschiede der einzelnen Pflegegrade

  • Der Pflegegrad 1 enthält eine Grundpflege zwischen 27 und 60 Minuten inklusive der Psychosozialen Betreuung einmal täglich. Außerdem benötigen Sie weder nachts noch tagsüber Hilfestellungen.
  • Beim Pflegegrad 2 dauert die Grundpflege zwischen 30 und 127 Minuten. Hinzu kommt diePsychosozialen Betreuung einmal täglich. Außerdem wird Ihnen einmal in der Nacht Hilfe zuteil, jedoch nicht tagsüber.
  • Den Pflegegrad 3 erhalten Sie, wenn Sie 131 bis 278 Minuten Hilfe benötigen. Zudem werden Sie dann 2- bis 6- mal täglich, sowie bis zu 2-mal nachts betreut und die Hilfspräsenz tagsüber beträgt weniger als sechs Stunden.
  • Auch beim Pflegegrad 4 ist die Grundpflege genau festgelegt. Sie beträgt zwischen 184 und 300 Minuten, psychologische Unterstützung erhalten Sie zwei bis drei Mal täglich. In der Nacht müssen Sie sechs bis zwölf Mal und tagsüber sechs bis zwölf Stunden versorgt werden.
  • Erhalten Sie eine rund-um-die-Uhr-Versorgung tagsüber, nachts mindestens drei Mal Unterstützung, sind Sie in den Pflegegrad 5 eingestuft. Dessen Grundpflege ist mit 24 bis 279 Minuten festgelegt.
  • Bei den Pflegegraden 2 bis 4 sind nochmals erweiterte Leistungen möglich, sofern eine eingeschränkte Alltagskompetenz vorliegen sollte.

Was zahlt die Pflegeversicherung pro Monat?

Sei dem laufenden Jahr 2017 unterscheidet die Pflegekasse die Höhen der Geldzuweisungen zwischen Geld- und Sachleistungen, sowie den sogenannten Leistungsbeiträgen.

Der monatliche Entlastungsbetrag von 125 Euro gilt für sämtliche Pflegegrade, während für die Pflegegrade 1 und 2 weder Geld- noch Sachleistungen gezahlt werden. Ansonsten überweist Ihnen die Pflegekasse folgende Beträge monatlich:

  • Geldleistungen ambulant: 316 Euro (Pflegegrad 2), 545 Euro (Pflegegrad 3), 728 Euro (Pflegegrad 4), sowie 901 Euro bei Pflegegrad 5.
  • Sachleistungen ambulant: 689 Euro (Pflegegrad 2), 1.298 Euro (Pflegegrad 3), 1.612 Euro (Pflegegrad 4), 1.995 Euro (Pflegegrad 5).
  • Leistungsbeträge vollstationär: 125 Euro (Pflegegrad 1), 770 Euro (Pflegegrad 2), 1.262 Euro (Pflegegrad 3), 1.775 Euro (Pflegegrad 4) sowie 2.005 Euro für die Einstufung in den Pflegegrad 5.

Pflege in den eigenen vier Wänden

Viele Pflegebedürftige möchten in den eigenen vier Wänden bleiben. In diesen Fällen unterstützt Sie die Pflegeversicherung mit bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme, wenn Sie entweder Umbauten in der Immobilie vornehmen müssen oder falls Sie besondere Hilfsmittel benötigen.

Gehen Sie in diesen Fällen unbedingt bereits im Vorfeld zu einer entsprechenden Beratungsstelle, um das gesetzlich festgelegte „Erste Pflegestärkungsgesetz“ in Anspruch zu nehmen.

Extra für diese Maßnahmen stehen Ihnen in Deutschland weit über 250 Wohnberatungsstellen mit Rat und Tat zur Seite. Deren Beratungshilfen gelten übrigens für Pflegebedürftige selbst, ältere und behinderte Menschen, Angehörige sowie sinnvollerweise den Pflegekräften.

Wünschen Sie weitere Informationen zur Frage „Was zahlt die Pflegeversichtung?“ Dann rufen Sie uns an unter 089 958 972 90 oder schicken Sie eine E-Mail an info@aktiv-dahoam.de.

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Pflegedienst Abrechnung – Die wichtigsten Informationen auf einen Blick!

Haben Sie im Internet nach „Pflegedienst Abrechnung“ oder ähnlichem gesucht? Dann wissen Sie wahrscheinlich schon, dass Sie einen ambulanten Pflegedienst für einen Angehörigen suchen sollten.

Pflegebedürftigkeit betrifft ältere und junge Menschen, die durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit nicht mehr in der Lage sind, ohne die Hilfe eines Dritten im Alltag zurechtzukommen.

Des Weiteren steigt das Durchschnittsalter der Menschen kontinuierlich. Eine gute Nachricht, verbunden mit dem Nebeneffekt, dass immer mehr ältere Menschen auf der Erde leben.

Von diesen benötigen viele eine medizinische, pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung in ihrem häuslichen Umfeld und sind somit pflegebedürftig. Bei manchen Menschen besteht Pflegebedürftigkeit dauernd, bei anderen für eine bestimmte Genesungszeit, wie z.B. nach einem Unfall.

Warum ist ein ambulanter Pflegedienst wichtig?

In der Regel bevorzugen pflegebedürftige Menschen die häusliche Pflege. Dadurch sind sie in der Lage, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. Ohne die vielfältigen Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes wäre dies nahezu unmöglich.

Der ambulante Pflegedienst kommt in vielen Fällen mehrmals täglich oder wöchentlich ins Haus des Pflegebedürftigen, um pflegende Angehörige zu entlasten. Im Falle der Verhinderungs-, Tages- oder Nachtpflege übernimmt der ambulante Pflegedienst die komplette Versorgung des Pflegebedürftigen.

Wichtig bei Pflegebedürftigkeit ist es, einen Hausnotruf zu installieren. Dieser garantiert Sicherheit für den Pflegebedürftigen, wenn kein Pflegedienst oder Angehöriger im Haus ist. Kassen finanzieren einen Hausnotruf in der Regel, wenn ein Pflegegrad vorliegt.

Pflegedienst Abrechnung – Welche Leistungen beinhaltet ein ambulanter Pflegedienst?

Folgende Leistungen bietet ein ambulanter Pflegedienst an:

  • Medizinische Behandlungspflege
  • Grundpflege
  • Seniorenbetreuung
  • Hauswirtschaftliche Versorgung
  • Beratung für Pflegebedürftige und Angehörige
  • Regelmäßige Qualitätssicherung
  • Verhinderungspflege
  • Tages- und Nachtpflege

Zur medizinischen Behandlungspflege gehören nach dem Sozialgesetzbuch die Medikamentenvergabe, Verbandswechsel sowie das Verabreichen von Injektionen. Grundpflege bedeutet Hilfe bei der Körperpflege, Ernährung und Mobilität. Des Weiteren bei der Lagerung und Förderung von Ressourcen und beim Trainieren der Fähigkeiten.

Pflegedienst Abrechnung

Haben Sie Fragen zur Pflegedienst Abrechnung? Rufen Sie uns an unter 089 958 972 90.

Der ambulante Pflegedienst beschäftigt sich mit pflegebedürftigen Senioren. Er unternimmt Spaziergänge oder begleitet sie zu kulturellen Veranstaltungen.

Des Weiteren berät er zur Pflegeeinstufung und ist anwesend beim Besuch des Gutachters des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkasse).

Die Beratung Angehöriger, die einen Pflegebedürftigen ohne fremde Hilfe versorgen, ist ein weiterer Leistungsbestandteil.

Nicht zu vergessen sind die Verhinderungspflege sowie Tages- und Nachtpflege. Die hauswirtschaftliche Versorgung beinhaltet: Einkaufen, Kochen und Reinigungsarbeiten in der Wohnung des Pflegebedürftigen.

Anspruchsvoraussetzung für die Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes

Wer Beiträge zur Pflegeversicherung leistet, hat von Rechts wegen Anspruch auf Hilfe im Falle seiner Pflegebedürftigkeit. Bei der häuslichen Pflege mithilfe eines ambulanten Pflegedienstes übernimmt die Pflegekasse dessen Kosten für Pflegesachleistungen wie Hilfe im Haushalt, häusliche Betreuung und andere.

Danach rechnet die Kasse direkt mit dem ambulanten Pflegedienst ab. Die monatlichen Sachleistungen hängen vom jeweiligen Pflegegrad ab und betragen:

  • In Pflegegrad Zwei monatlich 689 Euro
  • In Pflegegrad Drei monatlich 1.298 Euro
  • In Pflegerad Vier monatlich 1.612 Euro
  • In Pflegegrad Fünf monatlich 1.995 Euro

Weiterhin gilt: Allen Pflegegraden stehen zusätzlich monatlich 125 Euro zu. Dieser Entlastungsbetrag ist zweckgebunden. Das bedeutet, dass er für die Unterstützung im Alltag und somit zur Begleichung von Aufwendungen für Entlastungsangebote gedacht ist.

Darüber hinaus sind Pflegebedürftige in der Lage, Pflegeleistungen wie Tages- und Nachtpflege und Kurzzeitpflege zu beantragen. Gleiches gilt für Verhinderungspflege.

Einen Ambulanten Pflegedienst aussuchen

In Deutschland gibt es eine große Anzahl ambulanter Pflegedienste, deren Träger gemeinnützig oder privat sind. Allen ist eines gemeinsam: Sie werben um die Gunst der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen. Die große Auswahl hat einen Vorteil: Für nahezu alle individuellen Gegebenheiten gibt es den passenden ambulanten Pflegedienst.

Wer einen Pflegedienst zu beauftragen möchte, der hält sich am besten an ein paar Regeln. Eine wichtige Rolle bei der Auswahl des Pflegedienstes spielt die Bewertung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse.

Dieser überprüft alle Pflegeeinrichtungen in Deutschland regelmäßig und vergibt nach einem einheitlichen Muster Noten zur Entscheidungshilfe. Die beste Werbung sind Weiterempfehlungen. Das bedeutet, dass persönliche Empfehlungen durch Bekannte, Ärzte oder andere Pflegebedürftige bei der Suche nach dem optimalen Pflegedienst helfen.

Weiterhin ist es wichtig, vor der Suche nach einem geeigneten Pflegedienst den persönlichen Hilfsbedarf festzustellen. Ein guter Pflegedienst bietet Hausbesuche und eine Erstberatung an. Während dieser Besuche sind Angehörige und Pflegebedürftige in der Lage, alle wichtigen Fragen zu stellen.

Vor allem die Frage nach der personellen Kapazität ist hier wichtig. Eine weitere wichtige Frage lautet: Ist der Pflegedienst in der Lage, bei der Durchsetzung von Ansprüchen gegenüber dem Kostenträger zu helfen? Hier kommt die Beantragung einer höheren Pflegestufe infrage.

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bedenken am besten Folgendes: Den Vertrag nach Kündigungsfristen, aufgeführten Kosten und Haftungsfragen durchlesen.

Nach Vertragsabschluss besteht die Möglichkeit, den Vertrag binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu kündigen. Dies gibt Pflegebedürftigen eine Testzeit, in der sie erfahren, ob es sich um den richtigen ambulanten Pflegedienst handelt.

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