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Pflegegeld – Die 3 wichtigsten Fragen und Antworten

Pflegegeld kann man sich von der Pflegekasse auszahlen lassen, wenn man keine Sachleistungen in Anspruch nimmt. Viele Leute wissen aber nicht, dass man auch einen Teil des Pflegegelds bekommen kann, wenn man nur einen Teil der möglichen Sachleistungen in Anspruch nimmt. Damit kann man die Pflege durch einen Pflegedienst zum Beispiel sehr gut mit der Pflege durch Angehörige kombinieren.

Was ist Pflegegeld und wofür kann man es nutzen?

Man kann sich als Patient dafür entscheiden, statt der Sachleistungen – also zum Beispiel der Betreuung durch einen Pflegedienst – Pflegegeld ausgezahlt zu bekommen. Der Betrag ist niedriger als die Bezahlung für einen angestellten Pfleger, aber dafür kann der Patient frei darüber verfügen. Die Idee ist, dass man mit diesem Geld zum Beispiel pflegende Angehörige oder ehrenamtliche Helfer entlohnen kann. Abgesehen von der Anerkennung für die Zeit, die sie investieren, kann das Pflegegeld so auch faktische Ausgaben decken, zum Beispiel Fahrtkosten.

Voraussetzung ist, dass die Pflege in angemessenem Maße erfolgt. Dafür ist vorgeschrieben, dass regelmäßig eine pflegefachliche Beratung stattfindet. Dabei berät ein Experte dann die Angehörigen oder ehrenamtlich Pflegenden zur besten Pflege für den Patienten. Hier kann man Fragen stellen und sich dabei helfen lassen, den Aufwand für die Pflege richtig einzuschätzen. Es wird aber auch überprüft, ob es dem Patienten gut geht und er tatsächlich die Pflege bekommt, die er benötigt. Somit soll verhindert werden, dass ein Pflegebedürftiger verwahrlost oder ausgenutzt wird.

Wie wird die Höhe des Pflegegelds festgelegt?

Haben Sie Fragen zum Thema Pflegegeld? Rufen Sie uns an unter 089/ 958972 90

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Wenn jemand pflegebedürftig ist, wird der Schweregrad seiner Pflegebedürftigkeit in Pflegestufen von I bis III eingeordnet. Welcher Pflegestufe jemand zugeordnet wird, hängt davon ab, wie viele Tätigkeiten er noch ohne Unterstützung erledigen kann und welche Art von Pflege er genau benötigt. Je mehr Hilfe jemand braucht, desto höher seine Pflegestufe. Jemandem mit Pflegestufe I stehen zum Beispiel jeden Monat Sachleistungen im Wert von 468 Euro zu oder ein Pflegegeld in Höhe von 244 Euro. Das Pflegegeld ist höher für die anderen Pflegestufen: Bei Pflegestufe II bekommt man 458 Euro im Monat und bei Pflegestufe III 728 Euro. Wenn jemand zusätzlich zu körperlichen Beschwerden auch durch Demenz eingeschränkt ist, erhöhen sich diese Beträge.

Nach der Pflegestufe richtet sich auch, wie viel Geld jemand für Sachleistungen von der Pflegekasse bekommt, um zum Beispiel einen Pflegedienst zu bezahlen. Die Pflege durch den Pflegedienst – egal ob ambulant oder stationär – zählt als „Sachleistung“. Je nach Pflegestufe bekommt man unterschiedlich viel Geld für diese Sachleistungen: Bei Pflegestufe I bekommt man 468 Euro, bei Pflegestufe II 1144 Euro und bei Pflegestufe III 1612 Euro. Auch diese Beträge sind teilweise höher, wenn der Pflegebedürftige zusätzlich dement ist. Lesen Sie hier mehr zum Thema Pflegestufen.

Kann man Pflegegeld auch mit Sachleistungen kombinieren?

Es ist auch möglich, das Pflegegeld mit Sachleistungen zu kombinieren. Das bedeutet, dass man zum Beispiel einen Pflegedienst mit bestimmten Leistungen beauftragt, aber andere Aufgaben von Angehörige übernommen werden. Dadurch kann ein Pflegebedürftiger zu Hause bleiben und von seiner Familie gepflegt werden, auch wenn seine Angehörigen sich nicht jede Pflegeleistung zutrauen. In vielen Familien übernehmen Angehörige bestimmte Pflegeleistungen sowieso und haben nie daran gedacht, dass es dafür auch Pflegegeld geben kann.

Bei dieser Kombination werden Pflegegeld und Sachleistungen aufgeteilt. Als erstes wird bestimmt, wie viel jemand für die Sachleistungen, also zum Beispiel den Pflegedienst ausgeben möchte. Für einen Patienten der Pflegestufe II stehen beispielsweise 1 444 Euro für Sachleistungen zur Verfügung. Davon wendet er 1010,40 Euro pro Monat für einen Pflegedienst auf, also 70% des möglichen Betrags. Dann kann er noch 30% vom Pflegegeld bekommen: 140,40 Euro monatlich kann er an pflegende Angehörige weitergeben. Auch wenn man sich im familiären Umfeld nicht gegenseitig „bezahlen“ möchte, kann das zusätzliche Geld eine Entlastung für alle sein.

Wenn Sie überlegen, die eigene Pflege mit häuslicher Pflege durch einen Pflegedienst zu kombinieren, beraten wir Sie gern. Wir erklären Ihnen, welche Pflegeleistungen wir durchführen können und helfen Ihnen, gemeinsam mit freiwillig Pflegenden zu entscheiden, welche Kombination für Sie am besten geeignet ist. Sie können uns ganz einfach anrufen oder uns eine E-Mail schreiben an info@aktiv-dahoam.de oder rufen Sie an unter 089/ 958972 90.