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Pflegestufen – die wichtigsten Informationen in Kürze

Wenn ein Mensch mit der täglichen Routine nicht mehr alleine zurechtkommt und sich im Alltag eingeschränkt fühlt, hat er einen Anspruch auf Pflege. Um den finanziellen Aufwand für die Pflege zu bestimmen, werden Pflegebedürftige in festgelegte Pflegestufen eingeteilt. Die Pflege kann durch einen Angehörigen erfolgen oder von professionellen Pflegekräften, z.B. von einem ambulanten Pflegedienst, übernommen werden. Je nach Wahl erhält der Pflegebedürftige Pflegegeld oder Pflegesachleistungen. Der Betrag für die Pflegesachleistungen ist höher, da von diesem Geld die Leistungen von z.B. einem ambulanten Pflegedienst bezahlt werden.

Was sind die Kriterien in den verschiedenen Pflegestufen?

Das Hauptkriterium für die Einteilung in die Pflegestufen ist der Hilfsbedarf, insbesondere die benötigte Zeit, bei der täglichen Grundpflege. Diese setzt sich aus folgenden Bereichen zusammen:

  1. Körperpflege (z.B. Waschen, Zahnpflege, Kämmen…)
  2. Mobilität/Bewegung (z.B. Aufstehen und Zubettgehen, An- und Ausziehen von Kleidung…)
  3. Ernährung (mundgerechte Zubereitung der Mahlzeiten und Hilfe beim Essen)

Neben der Grundpflege ist auch die benötigte Hilfe im Haushalt, z.B. beim Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäsche waschen usw. ein weiteres Kriterium bei der Beurteilung.

Welche Pflegestufen gibt es?

Im Moment gibt es die drei offiziellen Pflegestufen: 1, 2 und 3. Darüber hinaus gibt es seit Januar 2013 auch die Stufe 0. Die Voraussetzung für die Zuordnung zu der Pflegestufe 0 ist eine eingeschränkte Alltagskompetenz z.B. bei einer Demenzerkrankung. In den nächsten Jahren sollen die Pflegestufen jedoch weiter ausdifferenziert werden. Wie die verschiedenen Pflegestufen definiert werden und welche Leistungen die Krankenkassen erbringen, können Sie dieser Tabelle entnehmen:

Wie wird die Pflegestufe bestimmt und was passiert danach?

  1. Zunächst muss ein Antrag bei der Krankenkasse gestellt werden. Dafür müssen Sie einfach ein entsprechendes Formular ausfüllen und an Ihre Krankenkasse schicken. Im Formular werden Sie u.a. nach Ihren persönlichen Daten und Ihrem Hilfsbedarf gefragt.
  2. Im Anschluss daran kommt einen Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) zu Ihnen. Der MDK nimmt eine Begutachtung vor und stellt fest, ob Sie pflegebedürftig sind und wenn ja, welche der Pflegestufen Ihrem Hilfsbedarf entspricht. Um sich auf diesen Besuch vorzubereiten ist es empfehlenswert, ein Pflegetagebuch zu führen. In dieses Tagebuch tragen Sie einfach alle wichtigen Informationen über Ihre Ernährung, Körperpflege, Mobilität und die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten ein.
  3. Nun können Sie sich aussuchen, ob Sie von einem Angehörigen oder einer professionellen Pflegekraft gepflegt werden möchten. Sollten Sie sich für einen Pflegedienst entscheiden, werden bestimmte Leistungen mit dem Pflegedienst vereinbart und in einem Pflegevertrag festgelegt. Ab diesem Zeitpunkt kümmert sich der Pflegedienst um Sie.

Wir hoffen, dass wir mit unserer Übersicht einige Ihrer Fragen zum Thema Pflegestufen beantworten konnten. Sollten Sie weitere Fragen haben oder einen Pflegevertrag abschließen wollen, scheuen Sie nicht, uns anzurufen! Unsere Telefonnummer ist 089 / 958 972 90. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!